Darf Vormilch durchsichtig sein?

Aus der Kategorie „Schnelle Fragen, schnelle Antworten“ heute das Thema: „Ist es okay, wenn meine Vormilch durchsichtig ist?“

Zwei Flaschen mit Muttermilch befüllt nebeneinander, die linke eher gelblich, die rechte eher weißlich bis durchsichtig.
Vormilch kann ganz unterschiedlich aussehen. Hier links typische goldgelbe Vormilch, rechts eher weißlichere reife Muttermilch.

Diese Frage erreicht uns immer wieder und wird auch bei Google immer wieder gesucht – was schon ein Zeichen dafür ist, dass es häufig und wahrscheinlich entsprechend normal ist.

Und ja: Vormilch kann ganz verschiedene Farben und Konsistenzen haben und es ist auch völlig in Ordnung, wenn sie eher durchsichtig wirkt.

In der Regel ist die Vormilch tatsächlich eher dickflüssig, eher weiß bis gelb1. Häufig wird sie als gelblich, goldfarben, weiß, oft als recht „zäh“ beschreiben. Beim „rusty-pipe“-Syndrom kann sie auch etwas blutig sein.

Durchsichtige Vormilch ist also kein Grund zur Sorge. Vor allem in der Schwangerschaft muss die Brust noch keine reichhaltige Milch produzieren, oft wird die Milch dann direkt vor oder nach der Geburt etwas dicker und gelbliche/weißlicher.

Die Vormilch ist extrem wichtig für ein Baby und so wie jede Mama und jedes Baby unterschiedlich sind, kann auch das „Kolostrum“, wie man die Vormilch auch nennt, etwas unterschiedlich aussehen.

Das ändert nichts daran, dass darin viele Stoffe für die Immunabwehr deines Babys, erste Energie und Wachstumsfaktoren für den Darm und den restlichen Körper deines Kindes stecken.

Wenn es sonst keine Auffälligkeiten gibt, solltest du dir bei durchsichtiger Vormilch keine großen Gedanken machen.

Wenn du noch Fragen hast, schreib uns gerne einfach eine Mail, oder such uns bei Instagram und schick uns dort eine Nachricht. Wir werden dir auch auf jeden Fall antworten! 🙂

Quelle: Mohrbacher, Breastfeeding Answers – A guide for helping families, 2. Auflage 2020

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