Schokolade in der Stillzeit 🍫

Alle lieben Schokolade – auch in der Stillzeit!

Schokolade - Stillen macht auch damit Spaß, hier sind einige Stücke übereinandergelegt.
Schokolade und Stillen – wie viel ist zu viel?
Foto von amirali mirhashemian auf Unsplash

Schokolade kann sogar gesund sein. Sie ist reich an Antioxidantien und wichtigen Nährstoffen, und es gibt keinen Grund, sie vollständig aus der Ernährung zu streichen. Wir dürfen es jedoch nicht übertreiben.

Können wir also Schokolade essen, wenn wir stillen? Und für welche Schokoladensorte solltest du dich entscheiden? Das erfährst du in diesem Artikel.

Los geht’s!

Naschen erlaubt!

Es sei gleich vorweg gesagt: Schokolade ist auch während der Stillzeit erlaubt. Kakao enthält nur sehr geringe Mengen an Koffein und ist reich an Theobromin. Letzteres hat keine negativen Auswirkungen auf die stillende Mama oder das Baby.

Was ist Theobromin?

Theobromin ist das typische Alkaloid des Kakaos. Es ist also eine natürliche Substanz mit einer milden harntreibenden, kardiotonischen und gefäßerweiternden Wirkung. Nicht zufällig wurde Theobromin auch als Medikament zur Bekämpfung von Herzleiden verwendet. Die bekannte stimulierende Wirkung von Kakao hängt gerade mit dem Vorhandensein von Theobromin in einer Konzentration von knapp zwei Prozent zusammen.

Übrigens: Schokolade enthält auch einen nicht unbeträchtlichen Anteil Koffein. Gerade wenn du gerne dunkle Sorten isst und nebenbei Kaffee oder Schwarztee trinkst, solltest du das im Hinterkopf behalten. Lies hier mehr zu Kaffee und Koffein der Stillzeit.

Folglich finden wir in einem 100-Gramm-Riegel dunkler Schokolade 600 – 1800 mg Theobromin und 20 – 60 mg Koffein. Es handelt sich um allgemeine Werte, die je nach Art des Kakaos und der Anbautechniken erheblich variieren können. Im Tierversuch zeigte Schokolade erst ab der Verabreichung von 1 kg negative Wirkungen. Die Menge an Theobromin, die wir mit Schokolade aufnehmen können, ist also vollkommen unbedenklich.

Bei Milchschokolade ist der Theobromin Gehalt sogar reduziert, weil der Kakaoanteil geringer ist, während er bei weißer Schokolade praktisch null ist.

Welche Schokolade in der Stillzeit?

Ob weiße Schokolade, Milchschokolade oder dunkle Schokolade, niemand will auf die zart schmelzende Leckerei verzichten Und das musst du auch während der Stillzeit nicht tun. Du solltest nur die richtige Schokolade auswählen.

Aber was sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen Arten von Schokolade? Was sie unterscheidet, ist der Kakao Gehalt. Eine dunkle Schokolade muss zu mindestens 70 Prozent aus Kakao bestehen, während die Milchschokolade mindestens 25 Prozent Kakao enthalten muss. Weiße Schokolade hingegen enthält keinen Kakao und kann daher nicht wirklich als Schokolade definiert werden.

Besser dunkle Schokolade in der Stillzeit

Oft hören wir, dass dunkle Schokolade Milch- und weißer Schokolade vorzuziehen ist. Tatsächlich bestätigen wissenschaftliche Studien, dass dunkle Schokolade gesünder ist als die beiden anderen und dank ihres höheren Kakaogehalts mehrere Vorteile hat. Im Kakao befinden sich nämlich zahlreiche Nähr- und Schutzstoffe für unseren Organismus: Flavonoide, natürliche chemische Verbindungen aus der Familie der Polyphenole, die häufig in Früchten (Zitrusfrüchte, Äpfel, Aprikosen), in Gemüse (Kohl, Brokkoli, Spinat, Tomaten), einigen Samen, grünem Tee und Rotwein vorkommen.

Je höher also der Kakaoanteil in der dunklen Schokolade ist, desto mehr Antioxidantien sind enthalten und desto größer ist die Wirkung gegen freie Radikale, die schädlich für die Gesundheit der Arterien sind.

Das bedeutet also, dass du stets die dunkle Schokolade vorziehen solltest. Denn nur sie enthält eine große Menge gesunder Nährstoffe, während Milchschokolade und weiße Schokolade nur süße Naschereien sind, die wenige Nährstoffe, viel Zucker und Kalorien enthalten.

Die Wissenschaft bestätigt: Ja zu Schokolade

In Amerika durchgeführte wissenschaftliche Studien zeigten, dass selbst wenn stillende Mütter alle sechs Stunden eine ganze Tafel (112 Gramm) Milchschokolade aßen, die Konzentration an Theobromin in der Muttermilch gering blieb. Die gestillten Kinder nahmen mit der Milch auch dann nur 10 Milligramm Theobromin, also ungefähr 1 – 2 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht zu sich.

Lediglich ein stark erhöhter Konsum der Mutter von Kaffee, zusammen mit viel Schokolade und großen Mengen an Cola-Getränken, zeigte negative Auswirkungen auf das gestillte Kind. Die waren aber schnell wieder behoben, sobald die Mama ihren Koffeingenuss einstellte.

Selbst Probleme mit Blähungen bei Kindern, deren stillende Mütter Schokolade in durchschnittlichen Mengen essen, sind so weit nicht bewiesen – ähnlich wie bei Knoblauch und anderen potentiell blähend wirkenden Lebensmitteln.

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