Die Milchbildung anregen

Hast du Bedenken, dass du zu wenig Muttermilch hast und möchtest deine Milchbildung anregen? Hattest du bisher immer ausreichend, aber in letzter Zeit wird die Muttermilch weniger?

In dieser ausführlichen Liste stellen wir (fast) alle Hausmittel, Lebensmittel und Techniken vor, die dir helfen, die Milchproduktion zu fördern – und zeigen dir für alle Tipps die wissenschaftliche Basis.

Spoiler Alarm: Die ersten und der letzte Tipp sind die wichtigsten!

Los geht’s!

Abschnitt 1: Allgemeine Maßnahmen für mehr Milch

In diesem ersten Abschnitt sammeln wir eher praktische Tipps. Im zweiten Abschnitt geht es dann um Lebensmittel und andere Dinge, die man einnehmen kann und die möglicherweise einen Einfluss auf die Milchmenge haben.

Tipp #1: Hast du überhaupt zu wenig Milch?

Bevor wir in die eigentlichen Möglichkeiten einsteigen, die Milchbildung anzuregen, solltest du dir diese wichtige Frage stellen:

Habe ich wirklich zu wenig Milch? Kriegt mein Baby wirklich nicht genug?

Denn einer der häufigsten Gründe1, dass Mütter abstillen, ist der Eindruck, sie hätten nicht genug Muttermilch für ihr Kind. Häufig ist das aber gar nicht der Fall: Fast alle Mamas schaffen es, ausreichend Milch zu produzieren – manchmal mit ein wenig Hilfe. Informier dich über die typische Trinkmenge deines Babys!

Falls du schon mal Nasenbluten gehabt hast, wirst du wissen: Da hat man das Gefühl, literweise Blut zu verlieren. Es wirkt deutlich mehr, als es in Wirklichkeit ist. Unserer Einschätzung nach ist es mit der Muttermilch manchmal andersrum: Man hat das Gefühl, fast gar nichts zu haben, in Wirklichkeit reicht sie dann aber aus.

Viele Mütter füttern dann eine Flasche zu, das Baby findet das großartig, weil es sich aus der Flasche so einfach trinkt, und verweigern dann die Brust: Es kann zu einer Saugverwirrung kommen, die schwer zu beenden sein kann. Wenn du zufütterst, solltest du auf jeden Fall stillfreundlich zufüttern oder es zumindest erwägen.

Nichtsdestotrotz kann es manchmal tatsächlich zu einem Milchmangel kommen. In der folgenden Gegenüberstellung stellen wir dir Zeichen vor, die auf genug Milch hinweisen – und darauf, dass vielleicht wirklich zu wenig vorliegen könnte.

Spricht für genügend MilchSpricht für zu wenig Milch
Regelmäßiger StuhlgangGeringe oder ausbleibende Stuhlmengen
reichlich heller Urinwenig dunkler Urin
schluckt hörbar beim Trinkenkein Schlucken zu hören
Baby zufrieden nach dem TrinkenBaby schreit die Brust an, später zunehmend schlapp
nimmt gut zu (etwa 30 g / Tag)nimmt deutlich schlechter oder gar nicht zu
Anhaltspunkte, die für oder gegen ausreichende Milchmengen sprechen. Das sind – wie gesagt – nur Anhaltspunkte, und diese sind für Laien nicht immer einfach zu interpretieren. Im Zweifelsfall lass dir von deiner Gynäkologin, Kinderärztin, Hebamme oder Stillberaterin helfen!

Dies sind keine sicheren Zeichen, um die Milchmenge einzuschätzen:

  • Fülle der Brust
  • Stärke des Milchspendereflexes
  • Pumpmenge
  • Länge und Häufigkeit der Trinksessions

Manche Mamas haben das Gefühl, zu wenig Milch zu haben, obwohl das gar nicht stimmt – Milchmangel ist nur sehr selten ein echtes Stillhindernis. Sie füttern dann zu, in der (verständlichen) Sorge, ihr Kind bekomme nicht genug. Durch das Ersetzen einer Mahlzeit durch Pre-Nahrung oder ähnliches sinkt dann aber in der Folge tatsächlich die Milchmenge – ein Teufelskreis entsteht, der leider viel zu oft im frühzeitigen Abstillen mündet.

Aus dem Gefühl zu wenig Milch zu haben entsteht oft ein Teufelskreis, weil dann zugefüttert wird und sich in der Folge tatsächlich die Milchmenge reduziert.
Das Gefühl, zu wenig Milch zu haben, führt leider häufig dazu, dass Eltern zufüttern. Jetzt ist das Baby satt – vielleicht so satt, dass es beim nächsten Mal weniger an der Brust trinkt. Dem Körper wird signalisiert: Oh, anscheinend ist nicht mehr so viel Milch nötig – und die Milchmenge reduziert sich tatsächlich. Nun sind die Eltern sogar gezwungen, zuzufüttern: Ein Teufelskreis entsteht. Deshalb solltest du, ehe du zufütterst, immer mit einem Profi deines Vertrauens sprechen (also Frauen- oder Kinderärztin, Hebamme, oder Stillberaterin).

Aber zugegeben:

Es ist echt nicht einfach, genau zu wissen, ob genug Milch da ist. Deshalb kommt gleich Tipp #2:

Tipp #2: Such dir Hilfe!

Dieser Tipp steht in den meisten derartigen Listen ganz unten – hier thront er aber gleich an zweiter Stelle!

Wenn du wirklich das Gefühl hast, zu wenig Milch zu haben: Ignorier erstmal den Rest dieser Liste. Vor allem, wenn dein Baby schlecht drauf oder schlapp oder schläfrig ist, wenn es viel weint und du dir große Sorgen machst, wenn es zu wenig Pipi oder Stuhlgang macht, wenn es schlecht zunimmt –

Such dir Hilfe!

Die besten Ansprechpartner*innen sind deine Kinderärztin, deine Frauenärztin, deine Hebamme oder eine Still- und Laktationsberaterin.

All diese Expert*innen sehen sich das Gesamtbild an: Erheben eine Anamnese, sehen sich dein Kind an, untersuchen vielleicht deine Brust – und entscheiden dann mit dir gemeinsam, welche der folgenden Maßnahmen am besten geeignet ist, um deine Milchbildung anzuregen (und ob das überhaupt nötig ist).

Wer richtig stillen und anlegen will und auf ein Hindernis stößt, kommt um eine gute Stillberatung manchmal leider nicht herum.

Tipp #2a: Lass dein Kind untersuchen!

Auch wenn du keine Sorge hast, dass dein Kind akut bedroht ist – manchmal liegen Anomalien oder Grunderkrankungen vor, die die Milchaufnahme, die Lust zu trinken oder die Gewichtszunahme erschweren.

Deine Kinderärztin ist die richtige Wahl, wenn du unsicher bist, ob mit deinem Baby irgendwas nicht stimmt. Manchmal sind es auch Kleinigkeiten, wie ein verkürztes Zungenbändchen, die einen großen Effekt ausüben können.

Tipp #2b: Lass dich selbst untersuchen!

Es gibt zwar keine Phase im Leben, in der eine gesunde Frau so gründlich und regelmäßig gecheckt wird, wie in der Schwangerschaft – trotzdem können auch zu Beginn oder später in der Stillzeit medizinische Probleme auftreten, die die Milchmenge betreffen. Zum Beispiel: Eine Schilddrüsenunterfunktion. Ein Plazentarest in der Gebärmutter. Oder auch: Eine erneute Schwangerschaft 😉

Wer die Milchbildung anregen will, sollte sich auch bei seiner Ärztin durchchecken lassen.
Nicht immer liegt das Problem bei der Brust: Auch der restliche Körper sollte einmal gründlich durchgecheckt werden, wenn deine Milchproduktion nicht ausreicht. Dafür eignet sich die Frauenärztin, oder (am besten rufst du vorher einmal an) deine Hausärztin.
Foto von Charles Deluvio auf Unsplash

Wenn du dir trotz der hier genannten Maßnahmen Sorgen machst, oder erst recht, wenn du noch andere Symptome aufweist – spätestens dann mach einen Termin bei deiner Haus- oder Frauenärztin und lass dich einmal gründlich untersuchen und gib ein paar Milliliter Blut ab. Dies gilt auch, wenn du plötzlich zu wenig Milch hast, nachdem sie vorher die ganze Zeit ausreichend floss.

Tipp #3: Check dein Equipment!

Wenn du ausschließlich stillst und direkt aus der Brust fütterst, ist es schwer bis unmöglich, die genaue Milchmenge zu wissen. Sicherheit hast du nur, wenn du die Milch abpumpst oder ausstreichst und in einem Gefäß auffängst, dass dir die Menge verrät.

Wenn du plötzlich beim Abpumpen weniger Milch förderst, stell sicher, dass das nicht an der Pumpe liegt. Defekte Einzelteile kommen nicht selten vor. Versuche die Brust auszustreichen und schau, ob die Milch fließt. Vielleicht hast du auch noch eine ungenutzt Handpumpe herumliegen, mit der du es versuchen kannst.

Falls es dir möglich ist, die Pumpe unkompliziert auszutauschen oder überprüfen zu lassen, zögere nicht.

Benutzt du ein Stillhütchen? Die neueren Produkte aus dünnem Silikon sollten – bei der richtigen Anlegetechnik – sicher sein, aber gerade ältere Hütchen sind dafür bekannt, die Milchaufnahme zu erschweren.

Tipp #4: Entleer deine Brust häufiger!

Jetzt kommen wir mal zum richtig praktischen Teil: Was kannst du selbst machen, um die Milchproduktion anzuregen?

Der allerwichtigste Tipp ist: Entleer deine Brust häufiger!

Leg dein Kind öfter an. Pump häufiger ab. Streich öfter Milch aus.

Mit der Milchbildung ist es so: Wenn die Brust voll ist, und lange Zeit keine Entleerung stattfindet, wird in Zukunft weniger Milch produziert. Wenn sie regelmäßig leergetrunken wird, wird die Milchproduktion angekurbelt.

Das ist zum Beispiel das Problem beim Abstillen: Häufig ist abstillen unangenehm, weil die Brust so voll ist. Viele Mütter pumpen dann ab, um Entlastung zu kriegen, das wiederum fördert aber die Milchbildung.

Also: Entleer deine Brust häufig. Praktisch ist zum Beispiel, sie nach dem Stillen auszustreichen, zum Beispiel auf einen Löffel oder Becher, mit dem du sie dann direkt (oder später) füttern kannst. Sieh dir unseren Artikel zum Thema Muttermilch aufbewahren an.

Zum Abpumpen eignen sich Handpumpen, auf Dauer kann das aber anstrengend sein – dafür gibt es elektrische Handpumpen, die sogar das Abpumpen an beiden Brüsten gleichzeitig erlauben. Welche Milchpumpe ist die Beste? Hier eine Auswahl:

Handmilchpumpe von Lansinoh*

Handmilchpumpe von Medela*

elektrische Milchpumpe von Medela*

elektrische Milchpumpe von Bellababy*

Tipp #5: Leg korrekt an!

Wenn dein Baby sich an der Brust aufregt und du das Gefühl hast, es könnte Hunger haben: Überprüfe, ob du richtig anlegst.

Auch die Stillposition kann eine Rolle spielen. Experimentiere ein wenig herum, ob dein Kind so besser an die Brust kann.

An dieser Stelle ist nochmal wichtig: Falls du dir nicht sicher bist, ob du richtig anlegst, hol dir Hilfe.

Tipp #6: Stille nach Bedarf! Und häufig!

Dieser Tipp läuft Gefahr, eine Wiederholung von Tipp 4 zu sein. Aber erstens unterstreicht es nochmal die Wichtigkeit des häufigen Brustentleerens, zweitens soll es noch einen anderen Aspekt beleuchten:

Häufig wird Frauen in der Geburtsklinik gesagt, Babys sollten alle 3-4 Stunden trinken. Das ist nicht völlig verkehrt, aber auch nicht ganz richtig.

Die Aussage „alle 3-4 Stunden trinken ist normal“ suggeriert, dass auch WIRKLICH nur das normal ist. Ist es aber nicht: Wir können dir aus eigener, leidlicher Erfahrung sagen, dass es in den ersten Tagen und Wochen auch normal sein kann, wenn dein Baby alle 2 Stunden oder noch häufiger an die Brust will!

Das diagramm zeigt, dass Stillen nach Bedarf bedeutet, dass nicht alle 3-4 Stunden, sondern oft deutlich häufiger gestillt werden sollte. Das Baby sorgt damit selbst dafür, dass die Milchbildung angeregt wird.
Stillen nach Bedarf heißt: Ignoriere nicht die Hungerzeichen deines Kindes. Mach dir keine Sorgen, wenn es sich nicht an die oft angegebenen 3-4 Stunden hält. Akzeptiere, dass Babys sich an der Brust wohlfühlen und mit häufigem Stillen selbst dafür sorgen, dass auch in Zukunft genug Milch da ist.

Nicht nur beim Clusterfeeding sorgt das Baby so selbst für eine optimale Milchmenge. Ignorier dein Baby nicht, versuche ständiges Pucken und Schnuller geben zu vermeiden, weil du denkst, dass alle 3-4 Stunden reichen. Wenn dein Baby häufiger an die Brust will – gib sie ihm.

„Das Baby wohnt in den ersten Wochen an der Brust!“

–Schwester H. aus Berlin

Das häufige und effektive Stillen in den ersten Lebenstagen und -wochen ist das nachhaltigste Mittel, die Milchbildung anregen zu können.

Tipp #7: Lass dein Baby nicht zu früh durchschlafen!

Ebenfalls ein beliebter Fehler in Geburtskliniken: Das Baby zu lange schlafen lassen.

Klar, du bist nach der Geburt erschöpft. Unendlich erschöpft. Und häufig lässt das Pflegepersonal dich schlafen, wenn dein Baby dich schlafen lässt. Das ist lieb gemeint, aber für die Milchproduktion ist es schlecht.

Eine erschöpfte Mutter, die durch Dauerstillen unbewusst versucht, die Milchproduktion anzuregen.
Nach vier Tagen Einleitung, 16 Stunden Kreißsaal, zwei Tage nahezu Dauerstillen in der Klinik endlich zuhause.
„Ich bin irgendwie überhaupt nicht besonders müde“, sagt sie. 10 Sekunden später schläft sie auf dem Sofa ein.

Die angepeilten 3-4 Stunden (also 6-8 Mal) sind wirklich das Minimum, dass du deinem Baby in den ersten Tagen gönnen solltest. Erfahrene Stillberaterinnen sagen, man müsste Müttern eigentlich vermitteln, dass 10-12 Mal das Minimum sein sollte.

10 bis 12 Mal.

Minimum.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen 🙂 Das wären also im Schnitt alle zwei bis zweieinhalb Stunden. Und gerne auch noch öfter.

Wenn du tagsüber sehr häufig stillst, schadet es wahrscheinlich nicht, dein Baby nachts auch mal vier Stunden schlafen zu lassen, wahrscheinlich auch ausnahmsweise mal fünf. Aber länger würden wir auf keinen Fall empfehlen: Deine Brust (und deine Hypophyse) brauchen das häufige Stillen (oder Pumpen), um für eine adäquate Milchmenge zu sorgen.

Schaubild: EIne volle Brust bedeutet, dass weniger Milch produziert werden muss. Eine leere Brust bedeutet, dass mehr Bedarf an Muttermilch besteht.
Eine leergetrunkene Brust ist für deinen Körper das Signal, rasch mehr zu produzieren: Anscheinend hat da jemand Durst! So kann dein Baby deine Milchmenge sogar selbst regulieren, eben indem es häufig trinken will.
Im Gegenteil führt eine volle Brust dazu, dass dein Körper eher weniger Milch produziert – es scheint ja kein Bedarf zu sein. Im Extremfall kann dies sogar zum ungewollten (teilweisen) Abstillen führen!

Es ist nicht verboten, dein Kind zu wecken, wenn es mal wieder „dran“ ist. Sanft natürlich, ist ja klar. Aber aus falscher Rücksicht ein schläfriges Baby ewig schlummern zu lassen, ist der Milchbildung nicht zuträglich.

Tipp #8: Versuche den Schnuller zu vermeiden

Schnuller sind ein schwieriges Thema.

Babys haben in den ersten Lebensjahren ein ganz natürliches Saugbedürfnis.

Ein Baby mit Schnuller
Hofft, dass du ihm nicht den Schnuller wegnehmen willst: Ein typisches Baby.
Ständiges Schnullern ist eher hinderlich, wenn du die Milchbildung anregen willst.

Manchmal überwiegt das Saugbedürfnis ganz eindeutig dem Durst, wobei man sagen muss: Wahrscheinlich dient auch das der gesteigerten Milchproduktion: Wenn Baby viel an der Brust saugt, kommt später mehr Milch.

Es ist nicht verboten, deinem Kind einen Schnuller anzubieten, wenn du das Gefühl hast, das Saugbedürfnis ist viel größer als der Trinkbedarf.

Wenn du allerdings Sorge hast, zu wenig Milch zu haben, solltest du den Schnuller weglassen. Viele Stillberaterinnen raten ohnehin davon ab, da zuviel schnullern sich ungünstig auf die Kieferform auswirken kann.

In den ersten vier bis sechs Wochen solltest du ihn ohnehin vermeiden, um keine Saugverwirrung zu riskieren.

Lies mehr über Schnuller bei Stillkinder.de.

Tipp #9: Versuch dich am Power-Pumping!

Power-Pumping ist ein nachgewiesener Weg, um die Milchbildung zu steigern. Zusammengefasst kombinierst du Brustmassagen, Brust ausstreichen und Pumpen und das in relativ hoher Frequenz.

Wenn dein Kind allerdings an die Brust will, auch vernünftig saugen kann und du vielleicht sogar noch weißt, wie du deine Brust ausstreichst, dann kann das ganze auch ohne Pumpe bestens funktionieren.

Tipp #10: Trink ausreichend!

Vorweg hier zwei Tipps, die nicht funktionieren:

  • Du kannst durch weniger trinken nicht abstillen
  • Du kannst durch mehr trinken nicht mehr Milch machen

Für den zweiten Punkt aber ein dickes fettes außer: Du kannst nämlich nicht mehr machen, außer du hast wirklich einen Flüssigkeitsmangel. Denn tatsächlich kann es sein, dass du dann weniger Milch produzierst.

Also: Trink ganz normal, sodass du keinen Durst hast, aber auch nicht ständig aufs Klo laufen musst.

Tipp #11: Milchbildung anregen durch ausreichende Nahrungsmengen

Die Milchbildung benötigt Energie – sowohl für den Prozess, als auch für das Endprodukt, die Muttermilch. Denn da sind reichlich Fette, Proteine und Zucker drin, und somit eben auch Kalorien.

Manchmal kommt es vor, gerade bei Frauen, die schon immer schlechte Esserinnen waren, dass nach der Geburt der Appetit noch weiter sinkt und sie auf gar nichts richtig Hunger haben. Auch der Wunsch, den „Vor-Schwangerschafts-Body“ wieder zu kriegen, kann dabei eine Rolle spielen.

Wenn du also das Gefühl hast, zu wenig Milch zu haben und gleichzeitig sehr wenige Kalorien zu dir nimmst, versuch, mehr zu essen. Und zwar nicht nur einen Eisbergsalat mit Kohlrabi, sondern etwas „richtiges“.

Tipp #12: Ausreichend schlafen

Ich hoffe dass dieser Tipp nicht dazu führt, dass 50% unserer Leser:innen ihre Tastatur in den Monitor werfen oder ihr Handy aus dem Fenster schmeißen.

Ja, ihr schlaft alle schlecht und zu wenig. Niemand kann das besser nachvollziehen, als wir. Und es ist ultrafies, den Tipp zu kriegen, dass man mehr schlafen sollte, wenn man doch nichts lieber täte, als das.

Aber:

Geh trotzdem einmal in dich. Wir kennen die Verführung, dass wenn Baby einmal doch tief eingeschlafen ist, nochmal schnell aufs Handy zu schauen. Noch schnell eine halbe Netflix-Folge zu sehen. Noch eben mit Oma telefonieren. Rasch nochmal die Küche aufräumen. Vielleicht auch arbeiten oder Yoga machen.

Das ist auch wichtig: Wir können nicht nur von und für und mit dem Baby leben. Wenn das Problem der zu wenigen Milch jedoch erstmal da ist, solltest du versuchen, ausreichend zu schlafen. Für viele Mütter in den ersten Wochen heißt das: Dann schlafen, wenn das Baby schläft. Das Geschirr kann jemand anders spülen, oder du machst es später.

Stress und Schlaflosigkeit kann zu verminderter Milchproduktion führen – schlaf, so viel du kannst und brauchst.

Tipp #13:  Nimm eine „Nursing“-Vacation

Eine Nursing-Vacaction ist nicht anderes als ein „Stillurlaub“. Fahr ein Wochenende weg, mit oder ohne Partner, mit oder ohne die anderen Kinder, häng in einer Ferienwohnung ab und mach zwei, drei Tage nichts anderes, als zu stillen, zu essen und zu schlafen (natürlich auch trinken und aufs Klo gehen und so – du weißt schon, wie wir es meinen).

Durch die volle Aufmerksamkeit auf die kindlichen Bedürfnisse und das häufige Stillen wird dein Baby dafür sorgen, dass die Milchproduktion von alleine wieder steigt.

Übrigens: Einen Stillurlaub kannst du natürlich auch zuhause machen. Es ist eher eine Frage der Einstellung, als des Ortes.

Tipp #14: Schlaf auf dem Rücken oder auf der Seite!

Ein Tipp, der wohl nur für einen Bruchteil von euch relevant ist: Schlaft nicht auf dem Bauch, wenn’s geht. Unter dem ständigen Druck auf die Brust kann theoretisch die Milchmenge leiden.

Und jetzt Achtung.

Ein Strichmännchen, dass darauf hinweist, dass die folgenden Tipps zum "Milchbildung anregen" mit Vorsicht zu genießen sind.
Achtung, Achtung!

Abschnitt 2: Spezielle Maßnahmen für mehr Milch

Die folgenden Tipps gehören in eine andere Kategorie. Jetzt geht es nicht mehr um allgemeine, stillpraktische Ideen, sondern es geht um sogenannte „milchfördernde Lebensmittel“ und Medikamente, auch „Galaktogogum“ genannt.

Diese sind mit Vorsicht zu genießen:

Jedes Mittel, jedes Medikament, jedes Kraut, das einen positiven Effekt auf den menschlichen Körper haben kann, kann auch einen negativen Effekt haben.
Praktisches Beispiel: In manchen Kulturen wird Kaffee zur Milchbildung angewandt (der Effekt ist nicht nachgewiesen). Du kannst jetzt aber nicht Unmengen Kaffee trinken, weil das Koffein auf dich und dein Baby negative Auswirkungen haben wird (z. B. Unruhe, Magen-Darm-Beschwerden, etc.).

Die Wirkung gerade von Kräutern und Nahrungsmitteln ist umstritten, manche Expert:innen raten sogar ganz davon ab.

Wir sind heutzutage gewöhnt, dass es für jedes Problem eine Lösung gibt, die man kaufen kann. Da ist es verführerisch, die obenstehenden Tipps zu ignorieren, in die Apotheke (oder zu Amazon) zu gehen und mit einem Klick oder Zücken der Girokarte die vermeintliche Abhilfe ins Haus zu holen.

Deshalb noch einmal:

Die obigen Tipps sind die wichtigsten! Allen voran das Credo: Oft stillen. Oder abpumpen, oder ausstreichen. Die Brust, und mit ihr das Gehirn, müssen merken: Da braucht jemand Milch! Also geben wir diesem jemand welche!

Dein Körper muss dann nur noch in die Lage gebracht werden, die Milch zu liefern: Durch Entspannung, gute Ernährung und Trinkmenge, eventuell durch ärztliche Hilfe oder eben eine gute und gewissenhafte Stillberatung.

Ehe du bei Verdacht auf zu wenig Milch auch nur erwägst, diesen oder jenen Stilltee zu probieren, hier eine Packung Bockshornklee zu kaufen oder dort in eine Brennnessel zu beißen, stell dich und dein Baby jemandem vor, der sich auskennt – Frauenärztin, Kinderärztin, Hebamme, Stillberaterin.

Nachdem wir das gesagt haben, möchten wir dir die folgenden Tipps, inklusive der bekannten Studien darüber, trotzdem nicht vorenthalten: Es gibt guten Grund anzunehmen, dass einige der folgenden Präparate eine positive Wirkung auf die Muttermilch haben können.

Weiter geht’s also!

Tipp #15: Milchbildung anregen mit Medikamenten?

In Deutschland gibt es eigentlich keine Medikamente, die zur Steigerung der Milchproduktion zugelassen sind. Das heißt nicht, dass sie nicht trotzdem verschrieben werden.

Die bekanntesten als Galaktogogum genutzten Vertreter sind das sogenannte Domperidon und Metoclopramid. Beide werden eigentlich zu ganz anderen Zwecken eingesetzt, aber sozusagen als „Nebenwirkung“ können sie die Milchproduktion ankurbeln.

Wir wollen nicht zu sehr in den Wirkmechanismus einsteigen, nur so viel: Die Milchbildung einer Frau wird ganz maßgeblich vom Hormon „Prolaktin“ beeinflusst. Zwar kann man nicht sagen, dass viel Prolaktin immer = viel Muttermilch bedeutet, aber ganz ohne geht es eben auch nicht.

Milchbildung anregen: Dies funktioniert vor allem durch eine Steigerung der Prolaktinausschüttung, die man auch künstlich herbeiführen kann.
1. Prolaktin wird von der Hypophyse ausgeschüttet (das passiert unter Einfluss des Hypothalamus auch ganz automatisch).
2. Das Prolaktin schwimmt durch’s Blut und teilt der Brust mit: „Mach bitte Milch!“
3. Dein Baby freut sich und trinkt die Muttermilch. Das Saugen an der Brustwarze und die Leerung der Brust sind für die Hypophyse das Signal: „Mehr Prolaktin bitte!“
4. Motiviert durch die positive Rückmeldung, produziert die Hypophyse freudig mehr Prolaktin, was wiederum zu mehr Milch führt. So erklärt sich auch, dass das häufige Saugen an der Brust kurz- und mittelfristig zu mehr Milch führt.
5. Die meisten Galaktogoga versuchen, über andere Wege der Hypophyse „Mehr Prolaktin bitte!“ zuzurufen und somit zu einer Steigerung der Milchmenge zu führen.
(6.) In Wirklichkeit sind da einige Zwischenschritte drin, die wir der Einfachheit halber weggelassen haben. In Wirklichkeit werden aber auch nicht 2/3 des Gehirns von der Hypophyse eingenommen. Es ist eben nur eine Veranschaulichung des Gesamtbildes 🙂

Domperidon und Metoclopramid führen über Umwege dazu, dass mehr Prolaktin freigesetzt wird. In diesem Fall erhofft man sich, dass zwar viel Prolaktin nicht gleich viel Muttermilch bedeutet, aber dass bei manchen Frauen eben doch mehr Prolaktin = mehr Muttermilch bedeutet.

Von beiden Mitteln sind leider keine Wunder zu erwarten. Ein wahrscheinlich positiver Effekt auf die Milchmenge scheint laut Studienlage jedoch vorhanden zu sein. Wenn du gut englisch sprichst, auch vor medizinischen Texten nicht zurückschreckst und mehr über die Wissenschaft dahinter lernen willst, können wir dir die Leitlinie der American Breastfeeding Medicine Akademie nahelegen.

Aber auch auf Deutsch gibt es eine hervorragende Übersicht, den Regine Gresens auf ihrer Stillkinder-Seite übersetzt hat. Ebenfalls empfehlenswert sind die Informationen des Europäischen Instituts für Laktation und Stillen zum Domperidon.

Egal, ob du Medikamente zur Anregung der Milchbildung nehmen würdest, oder nicht: Du wirst das auf jeden Fall mit einer Ärztin absprechen müssen, denn die genannten Medikamente sind allesamt verschreibungspflichtig.

Tipp #16: Homöpathie / Globuli

Es soll einige Mittel und Wege geben, auch mit Globuli die Milchmenge zu steigern.

Nach unserem Verständnis braucht es, damit Homöopathie wirken kann, jedoch eine eingehende Beratung und Betrachtung der gesamten Lebensumstände. Deshalb schreiben wir hier nicht irgendwelche Präparate hin, die vermeintlich helfen mögen.

Solltest du den homöopathischen Weg gehen wollen, um die Milchmenge zu steigern, empfehlen wir dir, einen Termin bei der Homöopathin deiner Wahl zu machen.

(Anti-)Tipp #17: Lecithin

Immer wieder hört oder liest man davon, dass Frauen Lecithin empfohlen wurde, um die Milchmenge zu steigern.

Tatsächlich wird Lecithin nur dann empfohlen, wenn verstopfte Milchgänge oder wiederholte Milchstaus ein Problem sind. Über den Übergang in die Muttermilch, mögliche Nebenwirkungen und die richtige Dosis ist aber eigentlich nichts bekannt.

Merke: Dieser Tipp ist keiner. Nimm kein Lecithin, wenn du deine Milchmenge steigern willst, und nimm es auch sonst nur, wenn eine Stillberaterin oder Ärztin es dir explizit empfehlen.

Tipp #18: Stilltee

Stilltees oder Milchbildungstees setzen sich in der Regel aus den Kräutern zusammen, die gleich unten in den späteren Tipps kommen. Wie oben schon erwähnt, sind die Erkenntnisse über die Wirksamkeit dieser Kräuter begrenzt.

Dementsprechend halten sich auf die Hersteller von Stilltees mit Versprechungen zurück: Da ist dann davon die Rede, dass Stilltees helfen „den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen“ und damit die Milchbildung unterstützen. Hm. Hilft nicht auch ein Glas Wasser dabei, den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen?

Wie dem auch sei: Auch bei uns wurde in den Stillzeiten reichlich Stilltee getrunken.

Und selbst wenn nicht für jede Mutter ein positiver Effekt auf die Milchmenge direkt dadurch ausgelöst werden kann – für die Entspannung, das Gefühl, etwas zu tun und vielleicht auch einen gewissen Placebo-Effekt – kann Stilltee hilfreich sein.

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Tipp #19: Stillkugeln

Der kleine Hype um die sogenannten Stillkugeln stammt wohl aus dem Klassiker und Bestseller „Die Hebammensprechstunde“ von Ingeborg Stadelmann.

Insgesamt geht es darum, kleine, rasch verzehrbare Kugeln mit hohem Energiegehalt (wie oben erwähnt: Eine optimale Milchbildung setzt voraus, dass du genug Kalorien zu dir nimmst) herzustellen, die nach Bedarf mit milchfördernden Kräutern und Gewürzen zubereitet werden können.

Wenn du mehr über Stillkugeln erfahren willst, empfehlen wir dir diesen Artikel beim Breifreibaby.

Tipp #20: Kräuter und Pflanzen

Im folgenden kommen jetzt Kräuter und Pflanzen, denen ein milchfördernder Effekt entweder nachgesagt wird, oder der tatsächlich bestätigt wurde.

Viele dieser Gewächse werden in anderen Teilen der Welt traditionell zur Anregung der Milchbildung verwendet, ohne dass jemals ein „Beweis“ dafür in einer Studie geführt werden konnte. Soweit möglich, benennen wir Studien und Untersuchungen. Die meisten Informationen dazu stammen aus der „Drug and Lactation Database“.

Tipp #21: Bockshornklee (Trigonella goenum graecum)

Bockshornklee ist wohl eine der bekanntesten milchfördernden Lebensmittel, die es gibt.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Bockshornklee mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit die Milchbildung anregen kann. Nachgewiesen ist dies vor allem für Büffel und Ziegen, aber es gibt auch Studien an Menschen, die das bestätigen.

Andere jedoch vermuten, dass die positive Wirkung beim Menschen eher auf psychologischen Gründen2 beruht.

Einige Studien haben einen milden positiven Effekt auf die Milchmenge gefunden, andere wiederum haben Bockshornklee nur in Kombination mit anderen milchfördernden Substanzen untersucht.

Es ist wenig darüber bekannt3, inwiefern die Inhaltsstoffe des Bockshornklees in die Muttermilch übergehen und ob ein Effekt für das gestillte Baby entsteht – aber es gibt auch keine Hinweise darauf, dass eine Gefahr davon ausgeht.

Bockshornklee kann den Geruch und Geschmack der Muttermilch verändern und sollte bei Frauen mit Vorerkrankungen (z. B. Diabetes, Nahrungsmittelallergien oder Gerinnungsstörungen) nur nach Rücksprache mit einer Ärztin eingesetzt werden.

Typische Tagesdosen4 werden zwischen 1 und 6 Gramm angegeben.

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Tipp #22: Fenchel

Fenchel ist in fast jedem Stilltee enthalten und konnte in wenigen Studien5 einen positiven Effekt auf die Milchmenge, den Fettgehalt der Muttermilch und die Gewichtszunahme gestillter Kindern zeigen.

Da auch Babys manchmal direkt Fencheltee angeboten wird, und diese ihn normalerweise gut vertragen, kann man wahrscheinlich davon ausgehen, dass es sich auch nicht negativ auf dein Baby auswirkt, wenn du Fencheltee trinkst.

Fenchel kann zur Anregung der Muttermilch-Produktion unter Umständen hilfreich sein.
Um aus der schönen Pflanze Stilltee zuzubereiten, wird beim Fenchel in der Regel der Samen genutzt. Es gibt gewisse Anhaltspunkte dafür, dass er sich positiv auf die Milchbildung auswirken kann. Die Hinweise dafür sind jedoch – wie bei jedem pflanzlichen Galaktogum – rar „gesät“.
Foto von Ehud Neuhaus auf Unsplash

Tipp #23: Anis

Im Anis sind es die Öle, die eine starke östrogenartige Aktivität aufweisen und somit zur Steigerung der Milchmenge beitragen können.

Es ist mehr oder weniger nachgewiesen, dass Anis bei Ratten die Milchproduktion anregen kann, für den Menschen steht dieser Beweis jedoch noch aus6.

Bisherige Untersuchungen7 haben zwar Hinweise dafür ergeben, dass sich ein positiver Effekt auf die Milchbildung ergeben könnte, die Studien waren qualitativ aber eher schlecht durchgeführt.

Anis kann sich auf den Geschmack der Muttermilch auswirken, was zumindest potentiell dazu führen kann, dass dein Kind die Brust verweigert (wahrscheinlich aber wird das kein Problem darstellen). In einer Fallstudie wurden zwei Stillkinder im Krankenhaus aufgenommen, deren Mütter große Mengen Tee tranken, in denen auch Anis enthalten war. Es ist aber unklar, ob die Symptome der Kinder (Erbrechen, Schläfrigkeit und weitere) auf den Anis zurückzuführen waren.

 Tipp #24: Kümmel

Kümmel wird immer wieder als milchbildendes Lebensmittel benannt8 und ist einer der Hauptbestandteile des Fenchel-Anis-Kümmeltees. In der persischen Tradition wird es allerdings genutzt, um die Milchproduktion zu verringern. Auch um Blähungen beim Baby zu verringern wird Kümmel gerne eingesetzt – mit fraglichem Erfolg.

Zwar geht Kümmel in die Muttermilch über, aber einen nachgewiesenen Nutzen auf die Milchmenge hat er nicht. In einer Studie konnte kein Zusammenhang gefunden werden, in einer anderen Studie – die allerdings keine hohe Qualität hatte – wurde Kümmel mit mehreren anderen Zutaten genutzt, die zusammen einen kleinen positiven Effekt hatten.

Kümmel ist kein Galaktogogum - zumindest hat man das dies noch nie eindeutig nachweisen können.
Kümmel in der Stillzeit: Kann man machen, hat aber keinen nachgewiesenen Vorteil für die Milchbildung.
Foto von David Gabrielyan auf Unsplash

Zusammenfassend ist Tipp 24 also eigentlich kein Tipp – denn es gibt keine Studie, die gezeigt hätte, dass er die Milchproduktion anregen könnte.

Tipp #25: Geißraute

Geißraute wird in vielen Ländern zur Milchbildung eingesetzt, obwohl es nur in ein paar alten Studien mit geringer Qualität einen positiven Effekt gegeben hat.

Stattdessen besteht die Gefahr von Unterzuckerungen9 (vor allem natürlich bei Frauen, die sowieso dazu neigen oder wenn es in zu hohen Konzentrationen eingenommen wird).

Tipp #26: Asparagus racemosus (Shatavari10)

Shatavari – eine deutsche Bezeichnung dafür haben wir nicht gefunden – ist eine Spargelart, die mit unserem deutschen Spargel, den wir im Frühling kiloweise verspeisen, nicht viel zu tun hat.

In Indien wird er traditionell zur Förderung der Milchbildung eingesetzt. Die Studienlage ist hier nicht eindeutig – es gibt ein paar Untersuchungen, die einen positiven Effekt nachweisen konnte und wieder andere, die das nicht bestätigen konnten. Wie bei fast allen pflanzlichen Mitteln sind die Studien von sehr geringer Qualität.

Tipp #27: Die Milchbildung anregen mit Mariendistel

Hier haben wir mal eine Kandidatin, die tatsächlich einen positiven Effekt auf die Milchproduktion haben könnte: Die Mariendistel. Im englischsprachigen Raum wird sie sogar „Milk thistle“ (Milchdistel) genannt.

Zwar gibt es auch bei ihr mal wieder keinen eindeutigen Wirknachweis, aber immerhin haben ein paar Studien den Wirkstoff (Silymarin bzw. Silibinin) untersucht. Bei diesem konnte tatsächlich eine Steigerung der Milchmenge nachgewiesen werden. Ob das dann allerdings auf die Mariendistel an sich zutrifft, ist fraglich.

Mariendistel ist eine der besser untersuchten milchfördernden Lebensmittel
Mariendistel könnte sich positiv auf die Milchmenge auswirken.
Wir hoffen dass niemand bemerkt, dass es sich hier nicht um eine Mariendistel, sondern wohl um eine Ackerdistel handelt. Sollte sich eine Botanikerin auf diese Seite verirren, bitten wir um Auskunft 🙂
Foto von Walter Sturn auf Unsplash

Mariendistel geht kaum in die Muttermilch über und wird auch oral kaum aufgenommen, sodass sie für dein Baby gut verträglich sein sollte. Bei bekannten Allergien (v.a. gegen Kiwi oder Artischocken) solltest du aber vorsichtig sein.

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(Anti-)Tipp #28: Hopfen

Hin und wieder wird auch Hopfen als milchbildendes Lebensmittel propagiert. Dafür gibt es leider keine Belege. Bei Ratten konnte man einen steigenden Prolaktinwert nachweisen, bei Menschen ist er eher gesunken11.

Wer gerne mal ein Bier trinkt, der kennt aber einen anderen Effekt, den der Hopfen haben kann: Er macht müde. Ob das für dich wünschenswert ist (oder ob du nicht ohnehin schon ständig müde bist), musst du selber überlegen (-:

Ganz generell ist, trotz anderslautender Hebammentipps, Alkohol in der Stillzeit kein Helfer für mehr Milch: Im Gegenteil, durch den sinkenden Oxytocinspiegel hemmt Alkohol sogar den Milchspendereflex und die Gesamtmenge der Milch, die dein Baby aufnimmt.

(Anti-)Tipp #29: Mönchspfeffer (Agnus castus)

Immer wieder wird der Mönchspfeffer als möglicher Milchmengensteigerer genannt („Milchmengensteigerer“ – ein tolles Wort, wo kann man sich das registrieren lassen?).

Dies beruht wahrscheinlich auf alten Studien und demnach „altem Wissen“, welches sich leider nicht in die neue Zeit hat retten können. Studien, die nach heutigem Standard eine Förderung der Milchmenge beweisen, gibt es nämlich nicht12

Zwar hat der Mönchspfeffer das Potential, an einigen Stellen in den menschlichen Hormonhaushalt einzugreifen. Ihm wird zum Beispiel nachgesagt, dass er die Libido senken und beim Prämenstruellen Syndrom helfen kann.

Aber es gibt keinen Grund wirklich anzunehmen, dass du durch den Verzehr von Mönchspfeffer die Milchbildung anregen kannst. Tatsächlich wird an einigen Stellen sogar davon abgeraten, dass Schwangere und Stillende ihn einnehmen. 

Wir raten ebenfalls davon ab!

(Anti-)Tipp #30: Benediktenkraut (Cnicus)

Auch das Benediktenkraut wird im Zusammenhang mit der Steigerung der Milchmenge immer wieder erwähnt. Leider gibt es auch für seine Wirksamkeit keinerlei Beweise13.

Und auch über die Sicherheit für stillende Mütter und ihre Babys gibt es keine echten Untersuchungen.

Zwar wird das Benediktenkraut offenbar seit langer Zeit (Jahrhunderten?) von Hebammen angewandt – aber genau so gut könnte man wahrscheinlich zwei Gummibärchen in den Tee rühren: Das ist zwar nicht gesund, hat aber vielleicht die gleiche Auswirkung auf die Milchmenge.

Tipp #31: Luzerne (Alfalfa)

Tatsächlich ist, wie bei vielen der hier gezeigten Kräuter und Lebensmittel, in der Luzerne ein pflanzliches Östrogen enthalten, welches theoretisch (!) zur erhöhten Prolaktinausschüttung und somit zur Anregung der Milchbildung führen könnte.

Praktisch wurde der Effekt von Alfalfa14 nie gesondert untersucht. Es scheint ein sicheres Lebensmittel zu sein, das war es aber auch schon. Luzerne kann man für den Tee kaufen, auch Alfalfa Globuli zur Milchbildung werden verkauft – ob beides einen Nutzen für die Milchmenge hat, ist fraglich.

Tipp #32: Brennnesseln (Urtica)

Brennnesseln machen ja wenig Spaß, wenn man in sie hineinfällt (Tobi hat da sehr unangenehme Erfahrungen gemacht, als er als Kind Fahrrad fahren gelernt hat), aber nützen sie wenigstens als milchfördernde Substanz?

Brauchbare Studien, die das wirklich belegen, gibt es nicht. Brennnesseln werden schon seit Ewigkeiten mit genau dem Zweck genutzt, aber weder wurden die Wirksamkeit, noch eine mögliche Toxizität für Stillkinder untersucht.

Brennnesseln werden häufig zur Milchbildung empfohlen, es ist aber unklar ob sie wirken.
Die Brennnessel ist eine lange bekannte Heilpflanze, die sich auch hervorragend zu Tee verarbeiten lässt. Ob sie aber als Galaktogogum nützlich ist, ist unbewiesen.
Foto von John Moss, „Urtica incisa“, public domain

Tatsächlich gibt es aber zwei Berichte aus der Türkei, wo nach dem Verzehr von Brennnesseltee plötzlich Milchfluss auftrat – unter anderem auch bei einem Mann. Ob das aber auf den Tee zurückzuführen ist, oder nicht ist unklar. Außerdem trinken in der Türkei sehr viele Menschen regelmäßig Brennnesseltee.

Urteil: Schadet wahrscheinlich nichts, aber der Effekt ist sehr fraglich.

Tipp #33: Verbenen / Eisenkraut

Die Verbene ist als magenschonende Pflanze bekannt, die nebenbei als Tee auch zubereitet auch noch hervorragend schmeckt. Darüber hinaus wird sie in vielen Stilltees genutzt, weil auch bei ihr eine möglicherweise angeregte Milchproduktion resuliert.

Wie bei den meisten hier gezeigten Kräutern ist das aber nicht bewiesen. Echte Studien gab es nur, wenn das Eisenkraut zusammen mit anderen Kräutern als Tee gegeben wurde. Hier hat man dann zwar tatsächlich einen positiven Effekt gefunden – aber ob der auf das Eisenkraut zurückzuführen ist, ist fraglich.

Tipp #34: Himbeerblätter

Himbeerblättertee ist bekannt als wehenförderndes Lebensmittel und wird häufig zum Ende der Schwangerschaft empfohlen, damit die Sache mal ins Rollen kommt.

Immer wieder ist auch die Rede davon, dass Himbeerblätter die Milchbildung anregen können – aber das ist sehr fraglich.

Im Prinzip lässt sich hier das Gleiche sagen, wie beim Eisenkraut: Es gibt Studien mit Milchbildungstee, die eine Steigerung der Milchmenge nachweisen konnten. Und da waren auch Himbeerblätter im Spiel.

HImbeerblätter zum Anregen der Milchbildung - die Wirkung auf die Milchmenge wurde nicht ausreichend untersucht.
Beim Himbeerblättertee ist es wie mit vielen anderen Nahrungsmitteln: Sehr gut erforscht in der Schwangerschaft, wenig erforscht in der Stillzeit.
Photo by Stan Slade auf Unsplash

Aber ob es nun diese sind, oder ein anderes dieser Inhaltsstoffe: Kein Mensch kann es mit Sicherheit sagen. Schaden tun sie – wahrscheinlich – nicht.

Tipp #35: Dill

Zum Dill gibt es ausnahmsweise eine süße kleine Studie, die allerdings nicht den Effekt auf die Milchmenge untersucht.

Da durften einige Mütter vier Wochen lang regelmäßig D-Carvon, einen Haupt-Inhaltsstoffs mit Hummus essen. Eine andere Gruppe Mütter bekam nur Hummus ohne D-Carvon. Wieder eine andere bekam beides, aber fütterte nur mit Flasche.

Heraus kam, dass die Babys beider Gruppen gestillter Mütter, egal ob sie D-Carvon gegessen hatten, oder nicht, gerne Kartoffeln mit Dill aßen, währen die Flaschenkinder lieber Kartoffeln ohne Dill bevorzugten.

Da sag noch einer, Wissenschaft wäre nicht interessant!

Dill wird als Galaktogogum genutzt, ob das sinnvoll ist, ist unklar.
Dill wird ebenfalls häufig zur Steigerung der Milchproduktion empfohlen, der Nutzen ist fraglich.
Foto von Jay Jay auf Unsplash

Für dich allerdings noch interessanter: Es gibt keine Studie, die die Wirkung von Dill auf die Milchmenge untersucht hat.

(Anti-)Tipp #36: Borretsch (Borago)

Dieser Teil der Frankfurter Grünen Soße hat angeblich auch milchfördernde Wirkung. Gleichzeitig wird ihm aber auch nachgesagt, dass einige seiner Inhaltsstoffe zu Krebs führen können.

Leider gibt es auch für den Borretsch keinerlei Studie, die die Wirksamkeit hinsichtlich der Menge der Muttermilch nachgewiesen hätte.

Milchbildung anregen mit Borretsch? Besser nicht.

Tipp #37: Knoblauch

Die Hauptfrage, die immer wieder bezüglich Knoblauch und dem Stillen gestellt wird, ist weniger der Effekt auf die Milchmenge, als der Effekt auf das Kind: Verweigert es die Brust? Kriegt es Koliken?

Beides ist eher unwahrscheinlich15, zumindest gibt es einige Studien, die genau diese Fragen untersucht haben. Dabei scheint festzustehen: Nein, Kinder trinken trotzdem Muttermilch, auch wenn sie nach Knoblauch riecht (und das tut sie!). Und nein, die Kinder kriegen wohl auch keine Blähungen davon.

Leider gibt es auch keine Hinweise darauf, dass Knoblauch sinnvoll ist, um den Milchfluss anzuregen – zwar wird er hauptsächlich in Indien für diesen Zweck verwendet, aber es gibt keine Untersuchungen, die das beweisen könnten.

Tipp #38: Haferflocken

Haferflocken werden immer wieder als milchförderndes Lebensmittel genannt – wahrscheinlich hauptsächlich, weil sich daraus so gut Stillkekse oder Stillkugeln zubereiten lassen 😉

Tatsächlich ist uns aber keine Untersuchung bekannt, die das mal nachgewiesen hätte. Es schadet sicher nicht, Haferflocken zu essen, da sie einfach recht gesund sind. Ob sie deine Milchbildung anregen können, ist aber fraglich.

Tipp #39: Malzbier

Nein, leider gibt es auch keine Untersuchung, die den Effekt von Malzbier auf die Milchmenge belegt.

Klar ist aber: Es schmeckt gut. Leider haben die meisten Marken viel Zucker, sind also nicht unbedingt gesund. In Maßen genossen sicherlich eine angenehme Art, zu entspannen und nunja: Wie immer bedeuten fehlende Studien ja nicht, dass nicht doch ein positiver Effekt möglich ist.

Anti-Tipp #40: Ashwaganda

Ashwaganda nennt sich die ayurvedische Anwendung der Schlafbeere, die hin und wieder auch als milchbildendes Lebensmittel angepriesen wird.

Jedoch ist dieser Effekt weder bewiesen, noch ist die Sicherheit der Einnahme in Schwangerschaft und Stillzeit bewiesen.

Deshalb: Auf Ashwaganda bitte verzichten.

An dieser Stelle noch eine Anmerkung zu den pflanzlichen Präparaten:

Nicht nur beim Thema Stillen, überall in der Medizin werden pflanzliche Präparate seit Jahrtausenden angewendet – und damit hundert Mal länger, als es moderne Medikamente gibt.

Und die Naturheilmittel haben auch weiterhin ihren Platz auf der Welt! Viele Präparate haben einen nachgewiesenen Nutzen und sind eine gute Alternative zur Chemiekeule aus der Pharmafirma.

Du musst dir allerdings auch bewusst machen, dass die Wirkstoffe dieser natürlichen Präparate ebenfalls chemische Moleküle sind und auch Nebenwirkungen haben könnten.

Und leider gibt es bei vielen nicht mal einen Hinweis darauf, dass sie wirklich die Milchmenge steigern können, auch wenn sie immer dafür eingesetzt wurden (und auch wenn ein fehlender Beweis die Wirksamkeit nicht ganz ausschließt).

Wichtig ist, dass du die hier genannten Präparate mit Vorsicht anwendest, insbesondere wenn du Allergien hast.

Und um die Milchproduktion anzukurbeln hilft die beste Pflanze nicht (und auch kein Medikament), wenn du die wichtigsten Schritte nicht beachtest, die wir hier nochmal wiederholen:

Tipp #41: Chillen, Pumpen, Abwarten und (vielleicht) Tee trinken

Insgesamt braucht es eine Mischung aus Gelassenheit und Anstrengung, um die Milchmenge wirklich nachhaltig zu steigern, wenn du zu wenig Milch hast. Und manchmal ein wenig Geduld.

Das wichtigste: Mehr Muttermilch kriegst du vor allem dann, wenn du deinem Körper signalisierst, dass er sie produzieren soll. Dies erreichst du durch häufiges Anlegen, Abpumpen oder Ausstreichen, oder einer Kombination aus all dem. Eine leergetrunkende Brust zeigt dem Körper: Nachschub bitte! Die Menge reicht so nicht.

Und sei nicht entmutigt, wenn die Menge nicht sofort ausreicht: Gut Ding will Weile haben. Mach dir bewusst, dass bei vielen Frauen das Milch anregen ohne Schwangerschaft funktioniert, bei der sogenannten Induzierten Lakation.

Tipp #42: Milchbildung anregen? Stillberatung buchen!

In einer Stillberatung wird deine Gesamtsituation angeschaut und deine Beraterin kann individuelle Tipps geben, welchen Weg du gehen musst, um deine Milchproduktion zu steigern (und ob dies überhaupt möglich ist).

Zur Online-Stillberatung

Zusammenfassung

Hier nochmal alle Tipps zusammengefasst:

  • Stelle fest, ob du wirklich zu wenig Milch hast. Zeichen dafür können sein, dass dein Baby schlecht zunimmt, an der Brust quengelt oder schreit, wenig Urin oder Stuhlgang hat und vielleicht sogar immer schlapper wird.
  • Im Zweifel lass dein Baby immer frühzeitig bei der Kinderärztin untersuchen
  • Sprich auch deine Gynäkologin an, wenn bei dir Hinweise auf eine Grunderkrankung vorliegen (z. B. Schilddrüsenfunktion)
  • Lass deine Stilltechnik von einer Stillberaterin oder deiner Hebamme untersuchen
  • Sorge dafür, dass die Brust häufig leer ist: Stillen nach Bedarf des Kindes, keinen Schnuller geben, das Durchschlafen nicht forcieren. Nach dem Stillen die Brust abpumpen oder ausstreichen.

Die geleerte Brust ist für deinen Körper das Signal, mehr Milch zu produzieren!

  • Trink, iss und schlafe ausreichend
  • Konzentiere dich auf das Stillen, sorge für Ruhe und Entspannung, stille viel
  • Milchfördernde Medikamente nur in Absprache mit der Frauenärztin nehmen
  • Milchfördernde Pflanzen, Tees oder Nahrungsmittel können helfen, die Milchbildung anzuregen. Jedoch gibt es nur für wenige Pflanzen, für die ein (geringer) nachgewiesener Nutzen belegt zu sein scheint.: Diese sind Bockshornklee, Fenchel und Mariendistel.
  • Verlass dich niemals allein auf die Einnahme vermeintlich milchfördernder Substanzen. Die richtige Anlage- und Stilltechnik sowie das häufige Entleeren der Brust sind das A und O zur Steigerug der Milchmenge.

Noch Fragen?

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Quellen: Hier nicht aufgeführte Quellen sind direkt im Text verlinkt.
1 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16322165/
2 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4586661/
3 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK501779/
4 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK501779/
5 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK501793/
6 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4165197/
7 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK501776/
8 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK501791/
9 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK501817/
10 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK501813/
11 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK501833/
12 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK501807/
13 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK501775/
14 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK501830/
15 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK501782/

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