Clusterfeeding: Du stillst, und stillst, und stillst …

Dein Kind will – vor allem abends – immer wieder gestillt werden? Es hat gerade erst getrunken und will gleich schon wieder dran? Du glaubst, es gibt nichts anderes mehr als Stillen, Stillen, Stillen? Du fragst dich, ob du zu wenig Milch hast? Dann heißen wir dich willkommen in der Welt des „Clusterfeeding“.

Stillen wo man geht und steht: Clusterfeeding kann eine anstrengende Zeit sein – jedoch wirst du dafür mit Nähe und oft mehr Milch belohnt und dein Baby fühlt sich beschützt und geborgen.
Foto: Lolostock/shutterstock.com

Clusterfeeding ist ein Begriff, der extra für Babys (meist Neugeborene) wie deines erfunden wurde. Die Bedeutung ist schnell geklärt: „Cluster“ von Anhäufung, „feeding“ von füttern oder trinken – frei übersetzt könnte man auch sagen:

„Mein Baby will ständig an die Brust!“

Genau: Dein Baby „clustert“!

Es trinkt immer und immer wieder, ganz so, als wäre am nächsten Morgen die Milch alle.

Hier lernst du, was es mit dem Clusterfeeding auf sich hat, ob du etwas dagegen tun kannst und solltest, und wie du dir diese Zeit etwas erleichtern kannst.

Warum clustern Babys?

Viele Babys mögen es, gerade am Abend, lange und immer wieder an die Brust zu gehen um Muttermilch zu trinken. Manche machen das aber auch zu anderen Tageszeiten, oder gar den ganzen Tag.

Beim Clusterfeeding stillen gerade Neugeborene fast unzählige Male hintereinander, meist mit nur kurzen Pausen. Oft schlafen sie in den Pausen ein, nur um dann bald darauf wieder wach zu werden und die erschöpfte Mutter erneut anzunuckeln.

Die erste wichtige Message für dich ist:

Das ist normal.

Es heißt nicht, dass du etwas falsch machst, dass du zu wenig Milch hast oder dein Kind irgendwie komisch ist.

Es gibt unterschiedliche, sich ergänzende Erklärungen für dieses Verhalten, die ich dir hier mal vorstellen möchte.

1. Babys haben einen kleinen Magen

Wenn du schon mal am Abend einen schönen großen Burger gegessen hast (oder einen Döner, oder von uns aus auch einen Salat), dann erinnert dich dein Magen manchmal morgens noch daran:

Die „Liegezeit“ unserer Lebensmittel im Magen ist je nach Nahrung unterschiedlich lang, und meist dauert es Stunden, bis eine Mahlzeit im Dünndarm landet.

Illustration, die die Magengröße eines Babys in den ersten Lebenswochen zeigt.
Der Magen eines Babys ist klein, der Hunger groß. Es muss alles schnell durchlaufen, damit es oben nicht überläuft.
Illustration: Gudrun Marth

Getränke wandern in der Regel schneller weiter „bergab“ im Verdauungstrakt, aber wohl nichts geht so schnell durch, wie die Muttermilch durch den Magen-Darm-Kanal des Neugeborenen: In gerade mal 90 Minuten schafft sie es, vom Mund durch Magen und Darm zu fließen und von dort in der Windel zu landen.

Die Magenfüllung ist aber der größte Hinweisgeber für den Körper, wann er keinen Hunger mehr hat.

Du kennst vielleicht die Regel, dass man langsam essen soll, weil das Sättigungsgefühl erst nach etwa zwanzig Minuten eintritt: Der Magen dehnt sich und signalisiert: Okay, langsam reicht’s!

Nun aber stell dir dein Baby vor: Es trinkt und trinkt – doch nach zwanzig Minuten ist die Milch längst wieder aus dem Magen raus!

Viele Expertinnen vermuten, dass ein Teil der Erklärung für das abendliche Clusterfeeding ist, dass dein Baby immer wieder trinkt, um Magen und Darm möglichst vollständig mit Milch zu füllen. Einfach, damit es in der Nacht auch mal ein paar Stunden schlafen kann, ohne trinken zu müssen! (Und du, nebenbei gesagt, auch.)

Hebammen sagen manchmal, das Clusterfeeding sei wie ein Büffet: „Du gehst ja auch nicht nur einmal hin, klatscht dir den Teller voll und bist dann für den Rest des Abends fertig. Du gehst immer wieder, lässt kurz sacken, und holst noch vier Mal einen Nachschlag.“ Wir haben auf den harten Weg gelernt, dass dieser Vergleich überhaupt nicht hinkt 🙂
Foto von Dan Gold auf Unsplash

Es ist bewiesen, dass häufiges Stillen, gerade in den ersten Lebenstagen und -wochen, die Milchmenge in der späteren Stillzeit positiv beeinflusst.

2. Clusterfeeding hilft beim Milchbildung anregen

Dieser eine Fakt ist könnte die Hauptmessage jedes Stillvorbereitungskurses sein:

Wenn die Brust oft geleert wird, produziert sie hinterher mehr Milch nach.

Gemeinerweise haben also Frauen, bei denen es schon am Anfang gut klappt, auch hinterher weniger Probleme. Und die, die am Anfang nicht richtig in die Milchbildung kommen, haben es später schwerer, ihr Kind adäquat zu versorgen.

Aber auch kurzfristig sorgt das Clusterfeeding für Milch, zum Beispiel am nächsten Tag. Das liegt an den Hormonen der Mutter, die durch das Stillen angeregt werden, vor allem am „Prolaktin“. Das Prolaktin sorgt auch für einen längerfristigen milchfördernden Effekt, der sich binnen einiger Tage oder sogar Wochen einstellt.

Babys haben es in der langen Zeit der Evolution also gelernt, für ihre Milchversorgung selbst zu sorgen: Abends die Mutter mit ewigen Stillzeiten zu ärgern, sorgt für reichlich Milch am nächsten Tag.

Auch Mütter, die abgepumpte Milch füttern, können sich diesen Effekt zunutze machen: Beim Power-Pumping wird das Clusterfeeding simuliert.

3. Clusterfeeding beruhigt nach einem stressigen Tag

Du hast bestimmt schon häufig gehört oder gelesen, dass Babys am Abend unruhiger werden.

Viele sagen, das Baby verarbeite die Eindrücke des Tages. Es will möglichst nah an der Mama sein – und wie kann man näher an ihr sein, als an der Brust?

Wir stellen uns dabei immer zwei Dinge vor: Erstens überlegen wir, wie es wäre, würden wir auf einem fremden Planeten landen. Um uns herum wären fabelhafte Wesen und Farben und Gerüche, die ich noch nie zuvor erlebt habe.

Würden wir uns am Abend, wenn es ruhiger wird, nicht auch an unsere Mama krallen wollen, um Sicherheit zu finden? Egal, wie alt wir sind?

Und zweitens müssen wir oft an die Steinzeit denken, und an die berühmten Säbelzahntiger, die damals hinter jedem Stein gelauert haben müssen.

Wenn so ein Säbelzahntiger in der Nähe wäre, würden unsere Mütter dann cool genug sein, uns zu stillen? Wahrscheinlich nicht! Wenn sie es also doch tun, muss alles gut sein, und wir können uns völlig fallen lassen.

Am Ende wird es eine Mischung aus diesen Punkten sein, die zum Clusterfeeding führt:

  • kleiner Magen und schnelle Magen-Darm-Passage
  • Erhöhung der Milchmenge
  • Bedürfnis nach Ruhe und Geborgenheit

Nicht umsonst wird das Clusterfeeding manchmal auch „Dauerstillen“ oder „Lagerfeuerstillen“ genannt. Zumindest beim Lagerfeuer schwingt die abendliche Gemütlichkeit doch schon mit. Beim ebenfalls genutzten „Stillmarathon“ eher nicht so.

Dein Baby will jede Stunde trinken? Dann wenigstens gemütlich: Am Lagerfeuer hatte man viel Zeit, den Tag bei Räucherfisch und Clusterfeeding ausklingen zu lassen, zu plaudern und zu stillen. Heute ziehst du dich am Besten einfach auf dein Sofa oder dein Schlafzimmer zurück, nimmst dir nichts vor, und stillst ohne Stress.
Foto von Joshua Newton auf Unsplash

Wann clustern Babys?

Man kann nicht die genaue Woche sagen, ab wann Clusterfeeding immer auftritt: Die meisten Babys clustern jedoch ganz am Anfang – im Neugeborenenalter, viele sogar in den ersten Tagen. Hier legen Sie quasi den Grundstock für genug Milch in den kommenden Monaten. 

Aber auch ältere Kinder können clustern. Das passiert zum Beispiel in Entwicklungsschüben, bei Veränderungen im Tagesablauf, oder auch mal völlig ohne dass Außenstehende (also: du) verstehen würden, warum dein Baby das will.

Im Sommer ist es noch mal anders: Da versucht dein Baby unter Umständen, auch tags möglichst häufig, aber kurz an der Brust zu sein. Das liegt daran, dass bei kurzem Trinken meist die wässrige Vordermilch kommt, die ideal den Durst löscht.

Dass Clusterfeeding nachts auftritt, ist auch nicht ganz selten – oft steckt da aber auch was anderes da hinter.

Oft hört man im Krankenhaus: Das Baby sollte etwa alle 3-4 Stunden trinken. Das ist nicht völlig falsch, da das den meisten Babys auch völlig ausreicht. Leider hören viele Eltern daraus: Es ist normal, dass alle Babys alle 3-4 Stunden trinken. Viel normaler ist es aber, dass sie deutlich häufiger an die Brust wollen, gerade abends, nach einem aufregenden Tag (und irgendwie ist doch jeder Tag aufregend, wenn man erst eine Handvoll davon erlebt hat, oder?)

Das Diagramm zeigt, was Clusterfeeding bedeutet: Viele Eltern glauben, tagsüber etwa alle 3-4 Stunden stillen zu müssen. Beim Clusterfeeding gibt es jedoch Phasen, wo deutlich häufiger gestillt werden muss.

Keine Frage: Es ist anstrengend, wenn dein Baby ständig an die Brust will. Wie lange Clusterfeeding dauert, bis zu welchem Alter es auftritt – das lässt sich leider nicht genau sagen. Wie oben beschrieben kann es auch in späteren Lebensphasen auftreten. Manche Kinder clustern gar nicht.

Und wann hört es auf?

Das kann leider niemand mit Sicherheit sagen. Um die Milchproduktion anzukurbeln reichen manchmal wenige Tage. Vielleicht genießt dein Baby aber auch, zum Beispiel in einem Entwicklungsschub, das ständige Stillen und „lebt“ (oder klebt?) wochenlang an deiner Brust.

Manchmal hilft es zu akzeptieren, dass Clusterfeeding normal (und gut!) ist, und dass es irgendwann aufhören wird. Statt dich jeden Tag zu fragen, wie lange es noch dauern wird oder ob du sogar von selbst irgendwie das Clusterfeeding beenden solltest, kannst du dafür sorgen, dass es dir leichter fällt.

Flasche geben? Zufüttern? Schnuller? Wie soll ich mit dem Cluster-Stillen umgehen?

Die kurze Antwort auf diese Überschrift lautet: Nein, nein, nein, und: Entspannen.

Es gibt auch heute noch Naturvölker auf der Erde, deren Mütter ihre Babys wochen- oder gar monatelang am Körper tragen, sodass sie jederzeit Zugang zur Brust haben. Diese Mütter würden sich wahrscheinlich wundern, wenn ihr Kind nicht clusterfeeden würde.

Andererseits: Frauen in „Naturvölkern“ haben vielleicht auch weniger „Zivilisationsprobleme“ als wir: Du als moderne Mutter würdest am liebsten noch arbeiten, die Wohnung putzen, etwas kochen, Freunde und Familie treffen, einkaufen gehen, bloggen, Netflix gucken, und und und – und wir verstehen das vollkommen.

Uns geht es genauso.

Trotzdem ist unser bester Rat, wenn das Clusterfeeding dich zu überwältigen droht: Entspannen.

Mach es dir in deiner Stillecke gemütlich. Lass dir Tee und Obst bringen, schnapp dir ein Buch oder eine Zeitschrift, dämm das Licht und entspann dich. Lass dich bewirten, wenn möglich, oder schau von mir aus auch Netflix auf dem Handy, wenn das Baby gerade schläft. Iss und trink reichlich und gesund.

Clusterfeeding kann ganz schön anstrengend sein - man muss sich auch mal entspannen, zum Beispiel wie im Bild ein Buch lesen oder eine Tasse Tee trinken.
Auch in den ersten Tagen und Wochen musst du auf deine eigenen Bedürfnisse achten. Klar, die Bedürfnisse deines Babys gehen vor. Aber eine völlig ausgebrannte Mama bringt ja irgendwie auch nichts. Such dir kleine Entspannungsoasen im Alltag, bei denen dein Baby auch dabei sein darf. Hab kein schlechtes Gewissen, wenn dein Baby clusterst und du nebenbei auch mal eine Zeitschrift durchblätterst, wenn du das von der Koordination her hinbekommst 🙂
Foto von Annie Spratt auf Unsplash

Akzeptiere, dass Clusterfeeding normal ist. Du musst jetzt nirgendwo anders sein, als mit deinem Baby in der Milch-Lounge.

Du merkst, dass es deine Nähe braucht. Das Stillen und Gestilltwerden ist gerade einfach wichtiger, als das Geschirr in der Küche. Spann deinen Partner oder deine Partnerin ein.

Nimm dir Zeit, setz dich hin, lass die Schultern sinken, gönn dir vielleicht mal einen Milchkaffee.

Habe ich zu wenig Milch?

Viele Frauen fragen sich genau das: Clustert mein Baby, weil es nicht genug Milch bekommt? Sollte ich nicht doch lieber eine Flasche geben? Wasser zufüttern? Irgendetwas anderes, damit mein Kind nicht verhungert?

Wir können es es nicht häufig genug wiederholen: Das Cluster-Stillen ist normal. Solange folgende Merkmale erfüllt sind, brauchst du dir wirklich keine Sorgen machen:

  • Dein Baby nimmt gut zu, hat häufig volle Windeln mit Muttermilchstuhl und hellem Urin
  • Dein Baby ist gesund, den Großteil des Tages über gut gelaunt, lässt sich auch während längerer Stillphasen immer gut beruhigen
  • Es nimmt stetig an Gewicht zu, etwa 30 Gramm pro Tag in den ersten paar Wochen (im Durchschnitt, nicht unbedingt täglich) und bleibt auf seinen Perzentilen
  • Deine Brüste und Brustwarzen machen den Saug-Stress mit und werden nicht wund

Du solltest auf Zufütterung verzichten, wenn dein Baby clustern will. Das stillt zwar sein Verlangen unter Umständen für etwas längere Zeit.

Gleichzeitig gehen dabei aber unter Umständen viele Vorteile des ausschließlichen Stillens verloren. Zudem droht eine Saugverwirrung und verringert sich durch das fehlende Saugen eventuell deine Milchmenge – ein ungewollt frühes Abstillen wird wahrscheinlicher.

(Achtung: Das gilt natürlich nicht, wenn du tatsächlich zu wenig Milch hast, oder dein Kind die Brust nicht richtig entleeren kann. Wie immer gilt: Wenn du dir unsicher bist, wirst du Maßnahmen ergreifen müssen, idealerweise mit Hilfe einer Stillberaterin, Hebamme, oder deiner Kinder- oder Frauenärztin).

Manchmal scheinen Kinder auch zu clustern, obwohl du zu viel Milch hast: Dadurch, dass sie mehr der laktosereichen, aber fettarmen Vordermilch trinken, scheinen sie oft Hunger zu haben, weil sich kein Sättigungsgefühl einstellt.

Schmerzen beim Clusterfeeding

Manchmal reicht es nicht, sich einfach nur zu entspannen, und du musst etwas tun.

Wenn ein Baby stundenlang auf einer Brust rumnuckelt, kann das irgendwann sehr schmerzhaft sein und auch zu wunden Brustwarzen führen. Dies gilt besonders, wenn dein Kind die Brust nicht richtig fasst, oder die Stillposition nicht ideal ist.

Weiterhin ist es wichtig, regelmäßig die Brust zu wechseln, auch wenn du eine „Lieblingsbrust“ hast. Es kann helfen, die Brust „an der frischen Luft“ lassen, wenn du gerade nicht stillst, und sie anschließend zum Beispiel mit Wollwachs* zu behandeln oder ein Silberhütchen aufzulegen.

Das Clusterfeeding abgewöhnen?

Manche Mamas fragen, ob man das Clusterfeeding irgendwie abgewöhnen kann oder sollte.

Die Antwort lautet: Nein.

Hier hilft es, sich nochmal den Sinn des Clusterfeedings bewusst zu machen: Dein Baby reguliert damit selbst die Milchmenge nach oben. Das heißt, dass das künstliche Unterbrechen (zum Beispiel mit Schnuller, Flasche oder ähnlichem) dieses Bedürfnisses auf Dauer dazu führen kann, dass nicht mehr genug Muttermilch da ist, um dein Kind satt zu kriegen.

Grafik, die den Zusammenhang zwischen leerer Brust und Steigerung der Milchmenge zeigt.
Beim Clusterfeeding sorgt dein Baby selbst für mehr Milch in den nächsten Tagen.

Gleichzeitig macht dein Baby damit, dass es ständig an die Brust will, deutlich, dass es Nähe braucht. Mit der Brustwarze im Mund lebt es sich für so einen Säugling einfach sehr angenehm und behütet. Das Clusterfeeding abzugewöhnen würde also auch bedeuten, das Bedürfnis nach Nähe und Beruhigung zu ignorieren.

Das heißt nicht, dass du immer jedem Stillbedarf sofort nachgehen musst. Denn ehe du das Gefühl hast, völlig fertig und ausgebrannt zu sein, was für deine Gesundheit alles andere als förderlich ist, musst du dir andere Maßnahmen überlegen. Und zwar am Besten bevor du sagst:

„Aber ich kann einfach nicht mehr!“

Das verstehen wir.

Babys bringen Eltern an ihre Grenzen – manche häufiger, manche seltener. Ein Freund von uns sagt immer:

„Jeder kriegt immer genau das Kind, das er gerade noch so aushält.“

Florian Z., Sozialpädagoge

Das ist ein flapsiger Spruch, aber es ist auch viel Wahres dran.

Ich weiß nicht, wie oft wir in den letzten Jahren gedacht (oder sogar gesagt) haben, dass wir nicht mehr können. Und wir wissen, dass es vielen, vielen Müttern und Vätern genauso geht.

Man ist am Ende, am Boden, und fragt sich, ob das alles so richtig war, mit dem Kinder kriegen, und ob man nicht selbst gerne wieder eins wäre, um die Verantwortung abzugeben. Es ist also in gewisser Weise normal, dass man manchmal nicht mehr kann. Und gerade in Phasen des Clusterfeedings kann es für Mütter ganz besonders schwierig werden.

ABER: Manchmal hält eine Mama es wirklich nicht mehr aus. Manche Frauen berichten, dass ihr Baby fast 24 Stunden an der Brust liegt, dass es ihre Brustwarzen zerkaut oder den ganzen Tag nur schreit.

Das musst du nicht aushalten!

Wenn du an einem Punkt bist, wo du wirklich „Ich kann nicht mehr“ sagst, du aber eigentlich nicht abstillen möchtest, dann brauchst du Hilfe. Manchmal reicht eine Freundin, aber oft braucht es mehr als das.

Wir können in dem Fall nur eine Stillberatung empfehlen, oder dass du dich an deine Hebamme oder Frauenärztin, im Extremfall auch an eine Psychologin o. ä. wendest.

Du musst dich auf jeden Fall nicht schämen, wenn du nicht mehr kannst – du bist nicht die erste, und du bist auch garantiert nicht die letzte Mama, die sich professionelle Hilfe sucht.

Zusammenfassung

  • Beim Clusterfeeding will dein Kind gefühlt ständig an die Brust
  • Es stillt damit sein Bedürfnis nach Nähe, nach Nahrung und sorgt gleichzeitig dafür, dass dein Körper in der Folgezeit mehr Milch produziert (denn eine leere Brust ist das Signal, dass mehr benötigt wird)
  • Meist sind es nur kurze Phasen, in denen dein Baby „clustert“, es kann aber auch länger dauern. Manchmal führt dies zu Schmerzen an der Brust oder auch Erschöpfung. Dann kann es sich lohnen, professionelle Hilfe zu holen.

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